Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte

02.11.2015 10:54 von Sara Wagner

Seit dem 26. September 2015 gelten neue Ökodesign- und Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher

Um Haus- und Immobilienbesitzern einen Anhaltspunkt zu geben, welches individuelle Heizungssystem für sie das richtige ist, sind neue Geräte ab sofort mit einem Effizienzlabel gekennzeichnet. Diese kennt der Endverbraucher bereits seit langem zum Beispiel von Kühlschränken und Waschmaschinen. Ab dem 26. September 2015 müssen Hersteller von Heizkesseln, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerken (so genannte Raumheizgeräte), Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern sowie Kombiheizgeräten ihre Produkte ebenfalls labeln. Hierbei spricht man auch von einem Produktlabel die dem Endverbraucher als grobe Orientierung dienen sollen.
Im Gegensatz zur Energieeffizienzkennzeichnung bei der Weißen Ware, bei der nur das Produkt betrachtet wird, können im heiztechnischen Bereich auch sogenannte Paket-Label ausgestellt werden. Das Paket-Label kommt zum Einsatz, wenn der Wärmeerzeuger mit weiteren Komponenten zu einem Paket zusammengestellt wird. Dies kann zum Beispiel ein weiterer Wärmeerzeuger, eine Regelungseinrichtung oder ein Solarpaket sein.

Solche auch hybride Heizungen genannten Systeme bieten nicht nur die optimale Kombination aus Effizienz und Erneuerbaren, sondern reduzieren auch die Verwendung fossiler Energieträger. Diese individuellen Systeme bilden eine handfeste Alternative gegenüber Nah- und Fernwärmeanschlüssen, die vermehrt von Energieversorgern vorangetrieben werden.

Beispiel:

tl_files/Energieberater_Pfalz/sonstiges/energielabel-raumheizgeraet.jpg

Ab Januar 2016 kommt das Altanlagenlabel

Das Alt­an­la­gen­la­bel soll für Heiz­kes­sel gel­ten, die älter als 15 Jahre sind. Es soll Ver­brau­chern kos­ten­frei Infor­ma­tio­nen über den Effi­zi­enz­sta­tus ihrer instal­lier­ten Heiz­kes­sel lie­fern. Zugleich wer­den Ver­brau­cher auf wei­ter­ge­hende Ener­gie­be­ra­tun­gen, bei­spiels­weise Hei­zungs­checks und die Vor-Ort-Beratung sowie auf För­der­pro­gramme von KfW und BAFA hingewiesen.

Dem Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) zufolge, sei der Hand­lungs­be­darf für den Aus­tausch des Wär­me­er­zeu­gers hoch: Über 70 Pro­zent der in Deutsch­land instal­lier­ten Heiz­ge­räte wer­den nur die Effi­zi­enz­klasse C, D oder E errei­chen. Das Durch­schnitt­li­che Alter der Heiz­ge­räte in Deutsch­land liegt bei 17,6 Jah­ren, mehr als ein Drit­tel (36 Pro­zent) ist älter als 20 Jahre, ca. 12,7 Mio. Heiz­ge­räte sind älter als 15 Jahre.

Das Alt­an­la­gen­la­bel und die damit ver­bun­den Hin­weise auf beste­hende Beratungs- und För­der­pro­gramme sol­len laut BMWi dabei hel­fen, die Aus­tauschrate bei Heiz­ge­rä­ten um etwa 20 Pro­zent (ca. 100.000 zusätz­li­che Erneue­run­gen pro Jahr) auf 3,7 Pro­zent pro Jahr zu stei­gern. Aktu­ell wer­den pro Jahr rund 3 Pro­zent der beste­hen­den Wär­me­er­zeu­ger (rund 20,7 Mio.) erneu­ert. Fol­gende Zah­len machen deut­lich, wie lang­sam sich der Stand der Tech­nik im Bestand durch­setzt: Von den gas­be­feu­er­ten Heiz­kes­seln sind weni­ger als ein Drit­tel Brennwert-tauglich, bei ölbe­feu­er­ten Heiz­kes­seln sind es nur etwas mehr als 10 Prozent.

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