Staatliche Förderung von Wärmepumpen

06.12.2011 12:14 von Sara Wagner

COP-Wert als neues zusätzliches Förderkriterium

Ab dem 01. Januar 2012 (Antragseingang beim BAFA) gilt für Wärmepumpen ein zusätzliches Förderkriterium. Dann müssen der COP-Wert elektrisch betriebener Wärmepumpen sowie die Heizzahl bei Gasmotor- der Gasabsorptionswärmepumpen die Mindestwerte gemäß dem europäischen Umweltzeichen "Euroblume" einhalten. Alle elektrisch betriebenen Wärmepumpen, die seit dem 01. Januar 2011 das EHPA-Gütesiegel erhalten haben, erreichen automatisch die jetzt geforderten COP-Werte.

Eine Orientierung, welche Wärmepumpen die geforderten COP-Werte erfüllen, liefert die BAFA-Liste der Wärmepumpen mit Prüfzertifikat, die hier im Internet zu finden ist.

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Nachrichten

10.10.2019 12:52

Klimaschutzprogramm 2030

Mit dem nun vorliegenden Klimapaket (Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030) setzt die Bundesregierung den Rahmen für den Klimaschutz in Deutschland in den kommenden zehn Jahren.

Die geplanten Maßnahmen müssen in den kommenden Monaten nun weiter konkretisiert und in die Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden.

Nachfolgend die Zusammenfassung der aktuellen Pläne der Bundesregierung gem. Eckpunktepapier Klimaschutzprogramm 2030 und der jeweiligen Einschätzung des GIHs:

Einführung einer CO2-Bepreisung

Die Bundesregierung wird ab 2021 eine CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme einführen. Zunächst wird ein Festpreissystem eingeführt, bei dem Zertifikate auf der vorgelagerten Handelsebene an die Unternehmen, die die Heiz- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, verkauft werden. Der Einsatz fossiler Energieträger wird dadurch im Vergleich zu erneuerbaren unwirtschaftlicher.

Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

Zentrale Maßnahme ist die Einführung einer attraktiven, einfachen und technologieoffenen steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungsmaßnahmen. Die steuerliche Förderung selbstgenutzten Eigentums soll ab 2020 in Ergänzung zur existierenden Förderung als weiterer Förderbaustein eingeführt werden. Durch einen Abzug von der Steuerschuld wird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen von der Maßnahme profitieren. Diese steuerliche Förderung soll alternativ anstelle der Inanspruchnahme der Förderung durch BAFA bzw. KfW genutzt werden können.

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Die bestehenden Förderprogramme von BAFA und KfW im Gebäudebereich werden zu einem einzigen, umfassenden und modernisierten Förderangebot, der neu konzipierten “Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)”, gebündelt und inhaltlich optimiert. Damit soll die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlich gesteigert, diese noch stärker auf ambitioniertere Maßnahmen gelenkt und die Antragsverfahren deutlich vereinfacht werden. Es soll nur noch ein Antrag für Effizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien genügen. Die Mittelausstattung des Programms wird erhöht. Für umfassende Sanierungen werden die bisherigen Fördersätze für das Erreichen der unterschiedlichen Effizienzhausstufen im Bereich Wohngebäude um zehn Prozentpunkte erhöht; auch für Einzelmaßnahmen ist die Erhöhung um zehn Prozentpunkte vorgesehen.

Förderung der seriellen Sanierung im Gebäudebereich

Die industrielle Vorfertigung von Fassaden- und Dachelementen und eine standardisierte Installation von Anlagentechnik, inkl. der Versorgung mit eigenerzeugtem Strom in Verbindung mit neuen Investitions- und Vertragsmodellen wird die Bundesregierung ebenfalls fördern.

Erneuerung von Heizanlagen

Um die Austauschrate von Ölheizungen zu erhöhen, wird eine „Austauschprämie“ mit einem Förderanteil von 40 Prozent für ein neues, effizienteres Heizsystem in die BEG integriert werden. Ziel des neuen Förderkonzepts ist es, für alle derzeit mit Heizöl und andere ausschließlich auf Basis fossiler Brennstoffe betriebenen Heizungen einen attraktiven Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Wärme, oder, wo dies nicht möglich ist, auf effiziente hybride Gasheizungen, die anteilig Erneuerbare Energien einbinden, zu geben.

Aufstockung energetische Stadtsanierung

Im bestehenden Programm „Energetische Stadtsanierung“ soll im Jahr 2020 neue Fördertatbestände entwickelt bzw. verbessert werden. Im Zuschussprogramm sollen insbesondere umweltfreundliche Mobilitätskonzepte, interkommunale Konzepte, Maßnahmen der Wärmenetzplanung in den Konzepten und bei der Tätigkeit des Sanierungsmanagements sowie Konzepte, die sich auf gemischte Quartiere (Kombination von Neubau- und Bestandsgebäuden) beziehen, stärker berücksichtigt werden. Im Darlehensprogramm 201/202 soll im ersten Schritt der Tilgungszuschuss von 5% auf 10% ab 4. Quartal 2019 erhöht werden.

Energieberatung und Öffentlichkeitsarbeit

Die „Energieberatung für Wohngebäude“ soll verbessert und die Förderung von 60 % auf 80 % angehoben werden. Zu bestimmten Anlässen (z.B. Eigentümerwechsel) sollen Beratungen obligatorisch werden. Dies soll noch 2019 im Gebäudeenergiegesetz verankert werden. Die Kosten sollen über die bestehenden Förderprogramme gedeckt werden.

Im Rahmen der Informationskampagne des BMWi „Deutschland macht’s effizient“ soll die Informationen künftig noch fachspezifischer und zielgruppenschärfer erfolgen. Im Rahmen des individuellen Sanierungsplans sollen auch Gebäudeeigentümer über den Mehrwert von energetischen Modernisierungsmaßnahmen informiert werden. Dazu will die Bundesregierung ein Konzept vorlegen.

 

Vorbildfunktion Bundesgebäude

Neue Gebäude des Bundes sollen ab 2022 mindestens EH 40 entsprechen, für Sondernutzungen sind analoge Zielvorgaben zu entwickeln. Dieses Ziel wird kurzfristig in einem Erlass des Bundeskabinetts für klimaneutrale Neu- und Erweiterungsbauten des Bundes verbindlich festgelegt. In einem zweiten Schritt werden auch für den vorhandenen Gebäudebestand des Bundes Sanierungsziele für 2030 und 2050 durch einen Energieeffizienzerlass verbindlich vorgegeben.

Weiterentwicklung des energetischen Standards

Die Bezahlbarkeit des Bauens und Wohnens bleibt auch künftig ein zu beachtender wesentlicher Eckpunkt. Die nächste Überprüfung der geltenden energetischen
Standards erfolgt entsprechend der europarechtlichen Vorgaben im Jahr 2023. Die energetischen Standards von Wohn- und Nichtwohngebäuden werden dann umgehend weiterentwickelt. Dabei werden das geltende Wirtschaftlichkeitsgebot und der Grundsatz der Technologieoffenheit gewahrt.

Senkung der Stromkosten

Zeitgleich mit dem Einstieg in die CO2-Bepreisung werden Bürger und Wirtschaft beim Strompreis entlastet, indem die EEG-Umlage sowie ggf. andere staatlich induzierte Preisbestandteile (Netzentgelte, Umlagen und Abgaben) schrittweise aus den Bepreisungseinnahmen bezahlt werden. Der Zahlungsanspruch gemäß EEG für die Erneuerbaren Energien bleibt davon unberührt.

Dadurch wird der durch staatliche Einflüsse künstlich erzeugte hohe Unterschied zwischen den verschiedenen Energieträgern Strom auf der einen und Gas und Öl auf der anderen Seite etwas vermindert.

Entlastung von Wohngeldbeziehern und Mietrecht

Zur Vermeidung sozialer Härten bei steigenden Heizkosten sollen die Wohngeldbezieher durch eine Erhöhung des Wohngeldes um 10% unterstützt werden. Darüber hinaus werden Änderungen im Mietrecht geprüft, die eine begrenzte Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung vorsehen. Dies führt zu einer doppelten Anreizwirkung: Für Mieter zu energieeffizientem Verhalten und für Vermieter zu Investitionen in klimaschonende Heizungssysteme bzw. energetische Sanierungen.

 Quelle: GIH

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03.09.2018 13:57

KFW-Förderung Heizung

Immer mehr Sanierer nutzen die höhere Förderung im Paket

Mit dem Heizungspaket und Lüftungspaket vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bessere Förderkonditionen, wenn Verbraucher mehrere Sanierungsmaßnahmen am Haus kombinieren. Die Pakete sind Bestandteil des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So zeigt der KfW-Förderreport 2018, dass die Antragszahlen für Heizungs- und Lüftungspakete Jahr für Jahr ansteigen.

Wie hoch ist die Förderung?

Kreditnehmer erhalten im Programm 152 „Energieeffizient Sanieren - Kredit“ für das Heizungspaket und das Lüftungspaket neben einem zinsgünstigen Darlehen eine Förderung in Form eines Tilgungszuschusses von 12,5 Prozent, maximal 6.250 Euro.

Der Förderhöchstbetrag beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Antragsteller, die lieber selbst zahlen, können im Programm 430 einen Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten, maximal 7.500 Euro. Die KfW-Förderung für das Heizungspaket und das Lüftungspaket ist damit attraktiver als die Förderung von Einzelmaßnahmen. Der Förderantrag für die Kreditvariante kann bei der Hausbank gestellt werden, der Förderantrag für die Zuschussvariante direkt über das KfW-Zuschussportal. In beiden Fällen gilt: Sanierer müssen die Antragsunterlagen unbedingt vor Beginn des Vorhabens bei der KfW einreichen und benötigen zur Antragstellung einen KFW Sachverständigen..

Förderung Heizungspaket

Das Heizungspaket umfasst die Erneuerung der Heizungsanlage in Kombination mit der darauf abgestimmten Optimierung der gesamten Wärmeverteilung. Für eine Förderung im Heizungspaket gelten dabei folgende Voraussetzungen:

  • Es wird eine Heizung mit fossilen Energieträgern außer Betrieb genommen, die noch nicht mit Brennwerttechnik arbeitet
  • Die alte Heizung darf nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 EnEV unterliegen
  • Die neu eingebaute Heizung muss nach den Richtlinien dieses Programms förderfähig sein
  • Die komplette Heizungsanlage muss eine neue, optimierte Einstellung erhalten. Sanierer müssen dabei ungeregelte Pumpen, nicht voreinstellbare Thermostatventile und falsch dimensionierte Heizkörper ersetzen lassen.

Quelle und weitere Infos: WWW.KFW.DE

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13.05.2016 15:02

Baubegleitung KFW 431

Die KfW fördert Sie, wenn Sie bei Wohnimmobilien zusätzlich zu energetischen Sanierungsmaßnahmen oder den Bau eines KfW-Effizienzhauses eine Fachplanung und qualifizierte Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten für Energieeffizienz durchführen lassen.

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01.04.2016 15:13

ENEV 2016

Die derzeitige Fassung der EnEV ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Gegenüber der früheren Fassung aus dem Jahr 2009 wurden insbesondere die Regelungen zum Energieausweis verändert; außerdem werden ab 2016 die energetischen Anforderungen an Neubauten etwas erhöht und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Vorgaben der derzeit gültigen Verordnung.

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02.11.2015 10:54

Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte

Seit dem 26. September 2015 gelten neue Ökodesign- und Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher

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17.03.2015 10:54

BAFA erhöht Förderzuschüsse in der Anlagentechnik

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 11.03.2015 die Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm) vorgelegt.

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08.01.2015 08:18

KfW erhöht Tilgungszuschuss 2015

Im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ sind ab 2015 die Tilgungszuschüsse für alle KfW-Effizienzhaus-Standards um 5 Prozent erhöht worden.

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24.11.2014 11:18

Brandgefahr durch Wärmedämmung?

Die oftmals geführte Diskussion um die Brandgefahr von Wärmedämmverbundsystemen, hat bei vielen Bauherren Ängste und unbegründete Vorbehalte geschürt. Ein beliebtes Argument von Skeptikern der Wärmedämmung: EPS-verkleidete Häuser brennen schneller ab. Experten diskutieren das - und geben teilweise Entwarnung. Wenn ein geprüftes Dämmsystem fachgerecht verbaut wird, bestehe keine Gefahr.

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03.07.2014 15:07

Mehrstufiges Qualitätssicherungskonzept der KfW

Die anspruchsvollen Standards der stellen hohe Anforderungen an die Qualität einer energetischen Konzeption und Planung sowie der fachgerechten Umsetzung. Bauherren müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Gebäude das geplante energetische Niveau nach der Fertigstellung auch tatsächlich erreicht. Die KfW hat daher ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem implementiert und entwickelt dieses kontinuierlich weiter.

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23.06.2014 11:59

Ausbildung zum Gebäudeenergieberater in Speyer

Jetzt in Speyer: berufsbegleitende Ausbildung zum Gebäudeenergieberater

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16.05.2014 15:40

Vorlage des Energieausweises bei der Besichtigung

Am 1. Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft. Die Novellierung bringt eine Reihe wichtiger Änderungen, vor allem rund um den Energieausweis.

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05.12.2013 10:56

ENEV 2014

Die Energiesparverordnung regelt die energetischen Anforderungen an Neubauten. Will ein Eigentümer sein Gebäude sanieren, gibt sie vor, in welcher energetischen Qualität er bestimmte Modernisierungsmaßnahmen auszuführen hat. Hier erfahren Sie die wesentlichen Inhalte der Novellierung der EnEV

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12.11.2012 08:27

Energieausweis fürs Haus- ab 2013 Pflicht!

Ab 2013 verpflichtet die europäische Gesetzgebung dazu, den Energieausweis aktiv und nicht erst auf Verlangen vorzuzeigen. Der Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz.

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