Kosten sparen dank Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

16.03.2014 15:43 von Sara Wagner

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in Neu- und Altbauten

Kosten sparen dank Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind von der Grundidee her keine Erfindung der Neuzeit. Schon in grauer Vorzeit holten sich die Menschen im Winter Tiere mit ins Wohnhaus, um so die Räume ein wenig zu erwärmen. Da die damaligen Häuser nicht wirklich dicht waren, kam es zwangsläufig zu einem ständigen Zustrom frischer Luft. Die Arbeitsweise einer modernen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist deutlich eleganter: Wärme, die durch Heizen, Kochen oder Duschen im Haus entsteht, wird genutzt, um in einem so genannten Wärmetauscher die von außen angesaugte Frischluft zu erwärmen, bevor sie ins Haus strömt.

Frischluft statt kalter Luft

Regelmäßiges Lüften ist in allen Häusern wichtig. Einerseits fühlen sich die Bewohner schnell müde, wenn die CO2-Konzentration ansteigt. Und zweitens schützt nur regelmäßiges und richtiges Lüften vor Schimmelbildung. In alten Gebäuden erfolgt der ständige Luftaustausch über gewisse Undichtigkeiten an Fenstern und Türen. Bei den heutigen Niedrigenergiehäusern beziehungsweise bei nach diesen Standards renovierten älteren Gebäuden ist die Dichtigkeit der Gebäudehülle so hoch, dass Luftaustausch nur bei geöffneten Fenstern erfolgt. Doch beim Öffnen der Fenster kommt nicht nur frische Luft ins Haus, sondern im Sommer die Hitze und im Winter die Kälte. Um das Haus wieder auf angenehme Temperaturen zu bringen, wird Energie für Heizung oder Kühlung benötigt. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung löst dieses Dilemma.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in Neu- und Altbauten

Man unterscheidet zwei Arten von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung: die zentralen sowie die dezentralen. Eine dezentrale Lüftungsanlage sorgt in einzelnen Räumen für Luftaustausch und eignet sich insbesondere für die regelmäßige Belüftung von Küchen und Badezimmern. Der Einbau ist vergleichsweise einfach und kann auch in bewohnten Räumen gut vorgenommen werden.

Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt eine gesamte Wohnung oder ein ganze Haus mit Frischluft. Bei dieser Anlage sind alle Räume über ein Rohrsystem miteinander verbunden, die die verbrauchte Luft an zentraler Stelle gegen Frischluft austauscht und dabei ebenfalls an zentraler Stelle den Wärmeaustausch vornimmt. Um eine solche zentrale Anlage verwenden zu können, müssen daher zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Zum einen muss die Gebäudehülle sehr dicht sein, zum zweiten muss ausreichend Platz in Decken, Böden oder Wänden für die Transportrohre für den Luftaustausch vorhanden sein. Bei Neubauten, insbesondere in Niedrigenergiebauweise, ist beides erfüllt. Bei Altbauten kommt der Einbau einer zentralen Anlage lediglich bei einer Komplettsanierung in Frage, bei der die erforderliche Dichtigkeit hergestellt und das Rohrsystem verlegt wird.

Vorteile, Nachteile und Kosten

Die Vorteile einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sind vielfältig: Zum ersten wird durch eine solche Anlage eine kontinuierliche Belüftung der Innenräume erreicht, ohne dabei große Temperaturschwankungen in Kauf nehmen zu müssen. Denn leistungsstarke Wärmetauscher haben Wirkungsgrade von bis zu 95 Prozent. Hierdurch werden dann wiederum die Heizkosten gesenkt, vorausgesetzt beim Kauf wird auf einen sparsamen Motor geachtet. Solche Anlagen lassen sich zudem relativ leicht um weitere Module erweitern, so dass dann auch eine Filteranlage speziell für Allergiker integriert werden kann. Etwas aufwändiger, aber sehr effizient, ist die Nutzung der Erdwärme. Hier nutzt der Wärmetauscher zusätzlich die übers ganze Jahr relativ konstanten Temperaturen im Erdreich, um im Winter für Wärme und im Sommer für angenehme Kühle zu sorgen.

Die Nachteile von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung liegen in dem vergleichsweise hohen Aufwand beim Einbau. Während eine dezentrale Anlage bereits für einige Hundert Euro zu haben ist, kostet eine zentrale Anlage leicht mehrere tausend Euro reine Anschaffungskosten und ist nur schwer nachträglich einzubauen. Allerdings bietet die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) im Rahmen der Förderung energieeffizienter Häuser interessante Förderprogramme an. Und langfristig führt der Einbau, insbesondere einer zentralen Anlage, zur merklichen Reduzierung der Heizkosten.

Quelle: http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-renovierung/heizung-klimaanlagen/klimaanlagen/artikel/artikel/kosten-sparen-dank-lueftungsanlage-mit-waermerueckgewinnung.html

Zurück

Nachrichten

13.05.2016 15:02

Baubegleitung KFW 431

Die KfW fördert Sie, wenn Sie bei Wohnimmobilien zusätzlich zu energetischen Sanierungsmaßnahmen oder den Bau eines KfW-Effizienzhauses eine Fachplanung und qualifizierte Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten für Energieeffizienz durchführen lassen.

Weiterlesen …

01.04.2016 15:13

ENEV 2016

Die derzeitige Fassung der EnEV ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Gegenüber der früheren Fassung aus dem Jahr 2009 wurden insbesondere die Regelungen zum Energieausweis verändert; außerdem werden ab 2016 die energetischen Anforderungen an Neubauten etwas erhöht und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Vorgaben der derzeit gültigen Verordnung.

Weiterlesen …

02.11.2015 10:54

Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte

Seit dem 26. September 2015 gelten neue Ökodesign- und Verbrauchskennzeichnungspfichten für Heizgeräte, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher

Weiterlesen …

17.03.2015 10:54

BAFA erhöht Förderzuschüsse in der Anlagentechnik

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 11.03.2015 die Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm) vorgelegt.

Weiterlesen …

08.01.2015 08:18

KfW erhöht Tilgungszuschuss 2015

Im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ sind ab 2015 die Tilgungszuschüsse für alle KfW-Effizienzhaus-Standards um 5 Prozent erhöht worden.

Weiterlesen …

24.11.2014 11:18

Brandgefahr durch Wärmedämmung?

Die oftmals geführte Diskussion um die Brandgefahr von Wärmedämmverbundsystemen, hat bei vielen Bauherren Ängste und unbegründete Vorbehalte geschürt. Ein beliebtes Argument von Skeptikern der Wärmedämmung: EPS-verkleidete Häuser brennen schneller ab. Experten diskutieren das - und geben teilweise Entwarnung. Wenn ein geprüftes Dämmsystem fachgerecht verbaut wird, bestehe keine Gefahr.

Weiterlesen …

03.07.2014 15:07

Mehrstufiges Qualitätssicherungskonzept der KfW

Die anspruchsvollen Standards der stellen hohe Anforderungen an die Qualität einer energetischen Konzeption und Planung sowie der fachgerechten Umsetzung. Bauherren müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Gebäude das geplante energetische Niveau nach der Fertigstellung auch tatsächlich erreicht. Die KfW hat daher ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem implementiert und entwickelt dieses kontinuierlich weiter.

Weiterlesen …

23.06.2014 11:59

Ausbildung zum Gebäudeenergieberater in Speyer

Jetzt in Speyer: berufsbegleitende Ausbildung zum Gebäudeenergieberater

Weiterlesen …

16.05.2014 15:40

Vorlage des Energieausweises bei der Besichtigung

Am 1. Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft. Die Novellierung bringt eine Reihe wichtiger Änderungen, vor allem rund um den Energieausweis.

Weiterlesen …

05.12.2013 10:56

ENEV 2014

Die Energiesparverordnung regelt die energetischen Anforderungen an Neubauten. Will ein Eigentümer sein Gebäude sanieren, gibt sie vor, in welcher energetischen Qualität er bestimmte Modernisierungsmaßnahmen auszuführen hat. Hier erfahren Sie die wesentlichen Inhalte der Novellierung der EnEV

Weiterlesen …

12.11.2012 08:27

Energieausweis fürs Haus- ab 2013 Pflicht!

Ab 2013 verpflichtet die europäische Gesetzgebung dazu, den Energieausweis aktiv und nicht erst auf Verlangen vorzuzeigen. Der Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz.

Weiterlesen …

15.10.2012 09:14

Energieausweis in Frankenthal / bedarfsorientiert

Energieausweis vor Umzug prüfen

Mit Hilfe eines Energieausweises lassen sich Gebäude in ganz Deutschland miteinander vergleichen- egal ob der Standort nun in Frankenthal, Speyer, Landau, Norddeutschland oder Süddeutschland liegt.

Weiterlesen …

05.07.2012 11:55

1. Frankenthaler Energiewoche vom 14. bis 21. August 2012

Zum ersten Mal wird es in Frankenthal vom 14. bis 21. August 2012 eine Frankenthaler Energiewoche geben.

Weiterlesen …